Zweiter Themensonntag – 27. Juni 2021

Ort: Synagoge Buttenwiesen

Thema: Eine „Pforte des Himmels“ – mitten im Ort

Den vielversprechenden Auftakt des zweiten Themensonntags bildet bereits am Freitag, 25.6.2021,  „A scheyn Lidele“, ein Konzert  mit dem Gesangstrio „Peu a Peu“im Zehentstadel.

„Ein wesentlicher Aspekt unseres Projekts ist, dass unsere hoffentlich zahlreichen Besucher bei jedem der Themensonntage etwas Neues zu sehen und zu hören bekommen. Dadurch wird sich auch ein zweiter – und dritter und vierter – Besuch in Buttenwiesen lohnen.
Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, unser vielfältiges Programmraster mit neuen – themenbezogenen – Inhalten zu füllen. Sowohl Führungen, Dokumentarfilm als auch die Ausstellung im „Raum für das Thema“ sind neu konzipiert.
Unsere Besucher können auch auf die Nachmittagsveranstaltung im Zehentstadel sehr gespannt sein. Hier wird der Blick auf künftige Entwicklungsperspektiven für die ehemalige Synagoge und ihren Umgriff gerichtet. Vorbereitet wird das Podiumsgespräch dazu durch Beiträge mehrerer hochqualifizierter Experten. Bei ihnen und insbesondere auch bei unserem Bürgermeister Hans Kaltner möchte ich mich schon im Vorhinein für ihre Mitwirkung bedanken.“

OStD a.D. Bernhard Hof, Projektleiter und Beauftragter der Gemeinde Buttenwiesen für jüdisches Erbe und Erinnerungskultur

 

Die Synagoge in Buttenwiesen

8 Start 5 Themensonntage 5 2. Themensonntag

Programm für Sonntag, den 27.06.2021:

Freitag, 25.6. 2021    Auftakt

19:30 Uhr

Konzert „A scheyn Lidele“ – osteuropäische und jiddisch-chassisische Lieder und Geschichten Vokalensemble Peu à Peu
Zehentstadel – Reservierung erforderlich – Restplätze werden am Einlass vergeben

Sonntag, 27.6.2021
Eine „Pforte des Himmels“ – mitten im Ort – Die Synagoge von Buttenwiesen

13:30 – 16:00 Uhr
Öffnung von Mikwe und Jüdischem Friedhof
Raum für das Thema: Ausstellung in der Synagoge
Platz für das Thema: Ausstellung im Freigelände (öffentlich zugänglich bis 18.7.2021)

Themenführungen:
Eine „Pforte des Himmels“ – mitten im Ort (mit Ausstellung in der Synagoge

14:00- 14:30 Uhr
27Juni-1-A  Reservierung erforderlich – Restplätze werden vor Ort vergeben
27Juni-1-B
  Reservierung erforderlich – Restplätze werden vor Ort vergeben
15:00 – 15:30 Uhr
27Juni-2-A  Reservierung erforderlich – Restplätze werden vor Ort vergeben
27Juni-2-B
 Reservierung erforderlich – Restplätze werden vor Ort vergeben

Kinderführung mit Kulturreferent Johannes Baur
14:00 Uhr
Reservierung erforderlich – Restplätze werden vor Ort vergeben

Ab 14:00 Uhr
Premiere des Dokumentarfilms von Daniel Reichenberger und Johannes Haider:
Eine „Pforte des Himmels“ – mitten im Ort

Filmraum in der ehemaligen Synagoge
Dauer ca. 15 Minuten. Vorstellungsbeginn jeweils zur vollen und zur halben Stunde bis 15:30 Uhr,

Zehentstadel:

14:30 – 16:30 Ausstellung Synagogenorte in Schwaben: Ma Tovu – Wie schön sind deine Zelte Jakob
ab 15:00 Uhr Kaffee und Berches

16:30 – 18:50 Uhr          Reservierung erforderlichRestplätze werden vor Ort vergeben

Erinnerungsorte im bayerischen und württembergischen Schwaben sowie in Oberbayern
Eindrücke und Erfahrungen
Bettina und Bernhard Hof im Gespräch mit Christian Herrmann (Fellheim), Johanna Fuchs (Bopfingen-Oberdorf) und Dr. Sybille Krafft (Badehaus Waldram- Föhrenwald)  

Sanierung, Entwicklung und Nutzungskonzept von Synagogenorten in Franken
Dipl.-Ing. Hans-Christof Haas (Bay. Landesamt für Denkmalpflege) 

Pause: Percussiongruppe der Musikschule Wertingen unter Leitung von Frau Dunja Lettner


Entwicklungsperspektiven: Jüdisches Ensemble in Buttenwiesen – mitten im Ort
Bürgermeister Hans Kaltner: Begrüßung – Das jüdische Ensemble im Kontext der Entwicklungsperspektiven des Ortszentrums
Wolfgang Lorenz: Bauforschung Synagoge
Prof. Johannes Geisenhof: Erste Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Hinblick auf künftige Entwicklungsperspektiven des jüdischen Ensembles und seines Umgriffs
Fragen aus dem Publikum zu Entwicklungsperspektiven von Erinnerungsorten an Dr. Alice Klaassen, Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern

Reservierung erforderlichRestplätze werden vor Ort vergeben

Freitag, 25.6.2021 (!!!)

„A scheyn Lidele“
Osteuropäische und jiddisch- chassidische Lieder und Geschichten

Beginn 19:30 Uhr
Zehentstadel

 

In diesem Programm präsentieren die Sängerinnen von PEU A PEU, Barbara Mahler, Sopran, Ursula Maria Echl, Mezzosopran und Ingeborg Purucker, Alt, eine gelungene Mischung aus osteuropäischen und jiddisch- chassidischen Liedern „aus Synagoge und Schtetl“. Der gegenseitige musikalische Einfluss wird darin genauso deutlich wie die inhaltliche Nähe. Liebe, Liebeskummer und Sehnsucht nach dem Geliebten waren und bleiben die Themen, die grenzübergreifend alle Menschen gleichermaßen beschäftigen und verbinden. Das kommt in den europäischen Volksliedern und Volksliedbearbeitungen -unter anderem von Brahms, Bartok und Schmitt – ebenso zum Ausdruck wie in den jiddisch- chassidischen Tanz- und Liebesliedern. Passende Ergänzung zur Musik sind die Geschichten rund um den Prager Rabbi Löw.

Peu a peu: Barbara Mahler, Ursula Maria Echl, Ingeborg Purucker

Sonntag, den 27.06.2021

Ausstellung:

Die zweite Wechselausstellung „Platz für das Thema – Raum für das Thema: eine ‚Pforte des Himmels‘ mitten im Ort“ beginnt am 27.6.2021 um 13:30 Uhr

Die Ausstellung im „Themenraum“ in der Synagoge ist bis 16:00 geöffnet, die Freiluftausstellung ist bis 18.7.2021, 18:00 Uhr öffentlich zugänglich.

Wiederum vier Exponate, die in der Außenausstellung durch Exponatfotos repräsentiert werden und im „Raum für das Thema“ im Original:

  • Ein Band aus dem Archiv der Wertinger Zeitung von 1907 – Artikel zum 50jährigen Jubiläum der Synagoge
  • Zeiger der Synagogenuhr
  • Gedenktafel aus der Synagoge (aus dem Rathausfoyer)
  • Bruchsteine zusammengefügt
Peu a peu: Barbara Mahler, Ursula Maria Echl, Ingeborg Purucker

Themenführungen: „Eine Pforte des Himmels – mitten im Ort“
Beginn:  14:00 und 15:00 Uhr
Louis-Lamm-Platz – Info-Point: Persönliche Registrierung/Anmeldung – Ausgabe der Kopfhörer („Tour Guide System“)

Ein verheerender Brand war der Auslöser, dass die jüdische Gemeinde in Buttenwiesen sich Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Neubau ihres Gotteshauses entschloss. Bei den Themenführungen erfahren Sie, wie es zum Bau der Synagoge kam, wie die Buttenwiesener Juden zusammen mit Vertretern der katholischen Gemeinde das 50jährige Jubiläum gefeiert haben. Sie erfahren vom bitteren Ende der jüdischen Gemeinde und des jüdischen Lebens in Buttenwiesen durch die Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden in der NS-Zeit und von der Verdrängung der NS-Vergangenheit in der Nachkriegszeit.
Vieles wurde wieder sichtbar gemacht wurde, vieles kann man zeigen, aber es gibt immer noch unerschlossene Geheimnisse, die in der Führung zumindest angedeutet werden …

Bei der Führung wird auch die Ausstellung „Raum für das Thema“ in der Synagoge einbezogen.
Es wird eine „Personenführungsanlage“ eingesetzt. Dadurch ist es möglich, in jedem Fall die Führer*in gut zu verstehen und dabei große Abstände problemlos einzuhalten.

Reservierung erforderlich

Premiere des Dokumentarfilms: „Eine Pforte des Himmels – mitten im Ort“
Ab 14:00 Uhr in halbstündigem Abstand,
letzte Vorführung 15:30 Uhr
Synagoge, Filmraum im Erdgeschoss

Urlaubsverzicht im Sommer 2020 ermöglichte es unseren Kameraleuten Daniel Reichenberger und Johannes Haider, die Aufnahmen für die Dokumentarfilme für die vier Themensonntage ohne nennenswerte coronabedingte Einschränkungen zu machen. In engem Zusammenhang mit der Geschichte der Synagoge zeigt der zweite Kurzfilm das gute Neben- und Miteinander von jüdischer und christlicher Gemeinde in der zweiten Hälfte des 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts auf.

„Künftig wieder ein lebendiges Zentrum der Gemeinde?
Entwicklungsperspektiven des jüdischen Ensembles“
Informationen, Podiumsgespräch und Fragen aus dem Publikum mit Bürgermeister Hans Kaltner
16:30 – 18:00 Uhr
Zehentstadel

Für die Gemeinde Buttenwiesen stellt sich die Frage nach den Entwicklungsperspektiven für die gegenwärtig nur eingeschränkt nutzbare ehemalige Synagoge. Dabei geht es einerseits um den Bezug zum bereits erschlossenen Teil des jüdischen Ensembles und andererseits zu den zentralen Orten der Gemeinde, Louis-Lamm-Platz und Marktplatz. Die Nachmittagsveranstaltung soll eine erste Annäherung an diese Fragen ermöglichen.

Wolfgang Lorenz und Prof. Dr. Johannes Geisenhof werden Ergebnisse der Bauforschung in der Synagoge und erste Resultate der Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des jüdischen Ensembles vorstellen.
Erfahrungsberichte von gelungenenen Sanierungs- und Rekonstruktionsbeispielen zeigen wie an anderen Orten vergleichbare Aufgaben gelöst wurden. StD Christian Herrmann vom Förderkreis der Synagoge Fellheim berichtet von der Sichtbarmachung der Fellheimer Synagoge, Stadtarchivarin Johanna Fuchs stellt die Rekonstruktion der Synagoge Bopfingen-Oberdorf vor und Dr. Sybille Krafft umreißt die Entwicklung des Badehauses Wolfratshausen-Waldram zum Erinnerungsort. An der abschließenden Podiumsdiskussion mit Bürgermeister Hans Kaltner nimmt neben den Referenten auch Frau Dr. Alice Klaasen von der Landesstelle für die nichtsstaatlichen Museen in Bayern teil. Moderiert wird die Veranstaltung vom Beauftragten der Gemeinde Buttenwiesen für jüdisches Erbe und Erinnerungskultur OStD a.D. Bernhard Hof.

Die musikalische Atempausen gestalten – einstudiert von der Schlagzeuglehrerin Dunja Lettner – Schüler der Musikschule Wertingen. Neben drei Solos stellt das Trio „JoPaSt“ (Jonathan Carter, Stefan Gebauer und Paul Steinhagen) Stücke aus seinem Wettbewerbsprogramm für „Jugend musiziert“ vor.

Reservierung erforderlich – Restplätze werden vor Ort vergeben

Titelblatt des Ausstellungskatalogs

Ausstellung „Ma Tovu…“. „Wie schön sind deine Zelte, Jakob…“ Synagogen in Schwaben

Aus Anlass des Jubiläumsjahrs 2021 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – wird erneut die Wanderausstellung über die schwäbischen Synagogen im Zehentstadel gezeigt. Sie zeichnet am Beispiel von 15 schwäbischen Orten die Entwicklung der Synagogenarchitektur von der Frühen Neuzeit bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Sie schlägt den Bogen von der frühen Betstube und Haussynagoge über repräsentative Bauwerke des Barocks bis zu den neomaurischen Bauten des 19. Jahrhunderts und schließlich den modernen Synagogen in den Städten. Dabei spiegelt das architektonische Erscheinungsbild der jüdischen Gotteshäuser die gesellschaftliche Stellung, die Entfaltungsmöglichkeiten und das Selbstbild der jüdischen Gemeinden im Wandel der Zeit wider. Die Ausstellung geht auch auf die Zäsur des Novemberpogroms 1938 ein und zeigt, wie nach dem Ende des Nationalsozialismus mit den nun „leeren“ Synagogen und übrig gebliebenen jüdischen Kulturzeugnissen umgegangen wurde.
An allen vier Themensonntagen – letzter Sonntag im Mai, im Juni und im Juli sowie am 5.9.2021 – ist die Ausstellung im Zehentstadel in Pfaffenhofen von 14:30 bis 16:30 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsliste (reservierbar):

Keine Veranstaltungen

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