Erster Themensonntag – 30. Mai 2021

Ort: Louis-Lamm-Platz

Thema: 370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen

 

Grußwort des 1. Bürgermeisters Hans Kaltner:

Liebe Besucher unserer Website,
sehr herzlich lade ich Sie ein, unsere vielfältigen Angebote am ersten Themensonntag wahrzunehmen.
Mir persönlich ist dabei die Frage wichtig, was wir aus der Geschichte lernen können. Die reiche jüdische Vergangenheit Buttenwiesens zeigt uns, wie das fruchtbare Zusammenwirken von Juden und Christen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Blütezeit der ganzen Gemeinde geführt hat. Für mich ist das ein Beispiel dafür, wie Vielfalt, gegenseitige Achtung und ein Grundgefühl von Gemeinsamkeit trotz unterschiedlichen Glaubens fruchtbare Entwicklungen ermöglichen. Diese Erkenntnis ist gerade in unserer Zeit, in der Antisemitismus, Hassreden und Verschwörungstheorien um sich greifen, aus meiner Sicht sehr wichtig.

Ich wünsche Ihnen viele bereichernde und interessante Erfahrungen beim Buttenwiesener Start ins Festjahr 2021.

 

Hier geht es zur Aufzeichnung des Live-Streams vom Sonntag den 30.Mai

16:00 – 18:00 Uhr

Und hier finden Sie unseren Youtube-Kanal (bitte abonnieren):
https://www.youtube.com/channel/UCNWGLRTSs4Bem7kdneo8OgQ

8 Start 5 Themensonntage 5 1. Themensonntag

Programm für Sonntag, den 30.05.2021:

Ganztägig:
„Platz für das Thema“ – Ausstellungsinstallation auf dem Louis-Lamm-Platz zum Thema „370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen“

11 – 15 Uhr
Info-Point auf dem Louis-Lamm-Platz
Sofern möglich:
Öffnung von Mikwe und jüdischem Friedhof – individuelle Besichtigungsmöglichkeit;
individuelle Führungen (ein Guide, eine Haushaltsgemeinschaft nach namentlicher, formloser Meldung über das Kontaktformular der Website)

16:00 – 18:00 Uhr – Live aus dem Zehentstadel in Pfaffenhofen – „Zeit für das Thema“:
– Begrüßung durch den ersten Bürgermeister der Gemeinde Buttenwiesen, Herrn Hans Kaltner (Live)
– Premiere des Kurzdokumentarfilms „370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen“ von Daniel Reichenberger und Johannes Haider
– „Jüdisches Leben in Buttenwiesen entdecken – Vielfalt leben“ – Vorstellung des Projekts
Interview mit Bernhard Hof, Beauftragtem der Gemeinde Buttenwiesen für jüdisches Erbe und Erinnerungskultur, durch Redakteurinnen der Schülerzeitung „Echo“ des Gymnasiums Wertingen
PAUSE
– „Versteckte Spuren aus 370 Jahren jüdischem Leben in Buttenwiesen“ Führung mit Dr. Johannes Mordstein
– 700 Jahre jüdisches Leben in Schwaben (Live):
Dr. Johannes Mordstein fragt Dr. Claudia Ried und Dr. Peter Fassl
Experten beantworten Fragen aus dem Publikum – Fragen aus dem Chat

Sofern zulässig können in begrenztem Umfang Besucher teilnehmen. Einlass ab 15:30 Uhr; letzter Einlass 15:55 Uhr
Namentliche Reservierung erforderlich

„Platz für das Thema“ – „370 Jahre Jüdisches Leben in Buttenwiesen“
Infopoint auf dem Louis-Lamm-Platz
11 – 15 Uhr

„Schulplatz“ so hieß dieser Platz doch vorher – und warum seit 2019 plötzlich „Louis-Lamm-Platz“? Und wer war eigentlich dieser Louis Lamm? Wie kam es, dass seit dem 17. Jahrhundert Jüdinnen und Juden gerade in Buttenwiesen ihre Heimat gefunden haben? So viele, dass sie zeitweise mehr als die Hälfte der Bevölkerung gestellt haben? Was können wir heute aus der Geschichte des „Judendorfs“, wie Buttenwiesen genannt wurde, lernen?
Vieles erfahren Sie aus den Audio-Guides an der Mikwe, an der Synagoge und am Jüdischen Friedhof, vieles auf dem „Platz für das Thema, vieles bei der Veranstaltung im Zehentstadel.
Wenn es zulässig ist, werden Mikwe und jüdischer Friedhof für individuelle Besucher geöffnet und individuelle Führungen (ein Guide, eine Haushaltsgemeinschaft) nach namentlicher, formloser Voranmeldung über das Kontaktformular auf der Webseite angeboten.

Premiere des Dokumentarfilms: „370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen“
im Rahmen der Veranstaltung im Zehentstadel

Urlaubsverzicht im Sommer 2020 ermöglichte es unseren Kameraleuten Daniel Reichenberger und Johannes Haider, die Aufnahmen für die Dokumentarfilme für die vier Themensonntage ohne nennenswerte coronabedingte Einschränkungen zu machen. Statements des Gemeindearchivars, historische Photographien, aktuelle Aufnahmen und der von der BR-Journalistin Katja Schild gesprochene Begleittext lassen im diesem ersten von insgesamt vier dieser Videos die Geschichte des jüdischen Lebens in Buttenwiesen lebendig werden.

Platz für das Thema  „370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen“

Zu den Schattenseiten der Geschichte gehört es, dass nur noch sehr wenige materielle Zeugnisse des jüdischen Lebens in Buttenwiesen existieren.
In Zusammenarbeit mit den Ausstellungsmachern von „neonpastell“ haben wir uns der Herausforderung gestellt, mit wenigen Exponaten kennzeichnende Geschichten zum  Thema „370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen“ zu erzählen.
Lassen Sie sich auf dem „Platz für das Thema“ überraschen!

Im Zehentstadel Pfaffenhofen:
Nicht alles koscher: Kaffee mit Berches und Co.

„Berches“ – so heißt das Brot für den Schabbat, nicht nur in den hiesigen jüdischen Landgemeinden, sondern im ganzen deutschen Sprachraum.
Wir – Mitglieder des Heimatvereins Unteres Zusamtal – haben die verschiedensten Rezepte und Flechttechniken für dieses an einen Mohnzopf erinnernden Gebäck erprobt. Manche haben wir verworfen und manche für gut befunden. Wenn es denn möglich wäre, würde ich unsere Gäste gerne im Zehentstadel in Pfaffenhofen zu Kaffee, Berches und Co. einladen.“

Gerda Knapp
1. Vorsitzende des Heimatvereins Unteres Zusamtal e. V.

„Zeit für das Thema“ – Live aus dem Zehentstadel in Pfaffenhofen

Nach der Begrüßung durch den ersten Bürgermeister der Gemeinde Buttenwiesen, Herrn Hans Kaltner, fand die Premiere des Kurzdokumentarfilms „370 Jahre jüdisches Leben in Buttenwiesen“ von Daniel Reichenberger und Johannes Haider statt. Insbesondere für das zufällig über Youtube zugeschaltete Publikum wurde eine Vorstellung des Projekts in Form eines vorproduzierten Interviews mit Bernhard Hof, Beauftragtem der Gemeinde Buttenwiesen für jüdisches Erbe und Erinnerungskultur, durch Redakteurinnen der Schülerzeitung des Gymnasiums Wertingen ausgestrahlt.

Nach der Pause erwartete Live- und Online-Publikum ein Rundgang zu „Versteckten Spuren aus 370 Jahren jüdischem Leben in Buttenwiesen“ mit Dr. Johannes Mordstein.

Anschließend fragte er – nun wieder im Live-Modus –  Dr. Peter Fassl und Dr, Claudia Ried zu „700 Jahren jüdischem Leben in Schwaben“.

 

Dann beantworteten unsere Experten auf dem Podium Fragen aus dem Publikum  und Fragen aus dem Chat.
Sendetechnik und Bildregie übernahm Christoph Komposch, Thomas Mrzyglod die Tontechnik und Markus Komposch die Kameraassistenz. Sabine Gschwind moderierte den Youtube-Chat.

 

Zehentstadel Pfaffenhofen: „700 Jahre schwäbische Landgemeinden“
Fragen von Dr. Johannes Mordstein an Dr. Peter Fassl und Dr. Claudia Ried
Podiumsgespräch zu Fragen aus dem Chat – Fragen aus dem Publikum
(im Rahmen von „Zeit für das Thema“)

„Es freut mich sehr, dass ein so hochkarätig besetztes Podium zu diesem Thema sprechen wird. Angesichts von grassierendem Antisemitismus – von „harmlosen Judenwitzen“ bis zu erschreckenden Gewalttaten –, angesichts der Verbreitung von Verschwörungstheorien mit antisemitischem Hintergrund stellt sich die Frage, wie wir mit der jüdischen Vergangenheit, z. B. der in Buttenwiesen, umgehen in einem neuen Licht. Diesem Thema geht der frühere Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl nach. Grundlegende Informationen über die Geschichte des jüdischen Lebens in Schwaben am Beispiel Buttenwiesens vermitteln die Historiker Dr. Claudia Ried (Frühe Neuzeit, 19. Jhd.) und Dr. Johannes Mordstein (20. Jhd.).

Beim Podiumsgespräch ist jedermann eingeladen, Fragen an die drei Experten zu stellen oder seine Fragen im Chat auf Youtube Live einzubringen.“

Bernhard Hof, Beauftragter der Gemeinde Buttenwiesen für jüdisches Erbe und Erinnerungskultur

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